Paradise Found, die Zweite: Ascona

Nach meinen Recherchen zu Lugano, nach meiner Meinung der schönste Ort der Welt, stieß ich auf einen weiteren Ort, der noch etwas schöner ist: Ascona, noch ein Stückchen nördlich von Lugano.

Der Laggo Maggiore von Ascona aus. Bild: wilddueck

Ich erinnere mich, dass ich mit 11 bereits einmal kurz dort war. Wir wohnten auf der italienischen Seite in einem Appartment, ich glaube in Tronzano am Laggo Maggiore, und unternahmen einen Ausflug auf die Tessiner Seite. Ich weiß noch, dass es gerade bei meinem sprachlich etwas schwachen (und unternehmerisch sehr erfolgreichen) Stiefvater ein kleines Durcheinander gab mit den Ortsnamen Lugano und Locarno.

So landeten wir irgendwann in Locarno, wo Ascona gleich um die Ecke lag. Inspiriert von der Schwärmerei, die wir über Ascona hörten, schauten wir vorbei.

Mit 11 hatte ich nicht den geringsten Sinn für Landschaften. Meine Vorstellung vom Paradies war, alleine in meinem Zimmer zu sitzen und wissenschaftliche Bücher zu lesen.

Verstärkt wurde dies noch durch die wohlmeinende Initiative meiner Mutter, mich durch sämtliche Kirchen

Seetal in Ticino. Bild: wikimedia commons, User Ritom01

Europas zu schleifen und mir antike Bauwerke nahezubringen. „Guck, ein Stein! Der liegt da schon ganz lange! Und da drüben, noch ein Stein, der genauso aussieht wie alle anderen Steine! Ist das nicht aufregend?“

Bei Autofahrten wurden meine Bücher weggenommen, damit ich die „Landschaft genießen“ konnte. Toll, verdorrtes Gras! Und noch 200 km verdorrtes Gras! Wow!

Ich hatte keine Wahrnehmung von den Unterschieden zwischen Italien und der Schweiz, den dortigen Bauwerken oder Kulturen. Ich fand alles gleich langweilig. Auf den langen Fahrten durfte ich natürlich auch nicht lesen.

Der Controller war allerdings bereits so weit angelegt in mir, dass ich die Preise vergleichen konnte – Lire ebenso wie Franken rechnete ich in DM um und kam darauf, Italien war extrem billig, jedenfalls 1980, die Schweiz war extrem teuer.

Seeufer in Ascona, Bild: Ben039

Ascona neu entdeckt

Ich stieß wieder auf Ascona bei meinen Recherchen zum Free State Project in Ticino. Ascona war neben Lugano ein Kandidat für den Sitz des Projektes.

Der Kanton Ticino ist, wie ich schon an mehreren Stellen ausgeführt habe, wahrscheinlich die schönste Region auf der Erde.

Haus in Ascona, Bild: RahelS

Und Ascona ist extra-schön. Hier vereint sich noch deutlicher als in Lugano, die italienische Ästhetik mit der Schweizer Genauigkeit und Sauberkeit.

Dort will ich eines Tages wohnen.

HAVE FUN!

Bilder:
Titelfoto und Foto vom Laggo Maggiore: wilddueck
Seetal in Ticino: wikimedia commons, Public Domain
Blaues Haus mit Blumenfront: RahelS
Seeufer in Ascona: Ben039

 

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Alexander

Controller, Dozent bei AME Fortbildung und Controlling UG (haftungsbeschränkt)
Seit 1998 freier Controller, seit 2010 zusätzlich als Dozent im Rechnungswesen unterwegs. Schreibt über alles Mögliche.
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