Kühlschrank ohne Elektrizität: Der Coolar

Einen Kühlschrank hat fast jeder. Kühlschränke brauchen Strom. Alle Kühlschränke? Nein.

Wirtschaftsingenieurin Julia Römer hat einen Kühlschrank entwickelt, der nicht nur uns helfen kann, beim Strom zu sparen, sondern auch in Regionen eingesetzt werden kann, wo es gar keine elektrischen Leitungen gibt.

Damit können z.B. auch Medikamente gekühlt werden, ebenso wie Lebensmittel.

Der Coolar wandelt Wärme in Kälte um. Somit entstehen 60% weniger CO2-Emissionen und 75% weniger Betriebskosten. Der Coolar braucht keine Batterien, keine schädlichen Chemikalien, keine umweltbelastenden Verschleißteile. So ist er auch extrem langlebig.

Und, wenn er mal kaputtgeht, muss er nicht als Sondermüll entsorgt werden, sondern ist ganz normaler Sperrmüll.

Und wie geht das ohne Elektrizität?

Der Coolar nutzt den Verdunstungskälteeffekt. Was ist das? Mal die Finger anfeuchten und dagegen pusten. Bei der Verdunstung der Feuchtigkeit entsteht Kälte.

Im Coolar befindet sich destilliertes Wasser. Bei der Verdunstung dieses Wassers wird der Umgebung Wärme entzogen.

Außerdem wirkt im Coolar der Adsorptionskälteeffekt, erzeugt durch Kieselgel und Wasser in einem Unterdrucksystem.

Kieselgel-Kugeln nehmen Wasserdampf auf und geben dabei Wärme ab bzw. entziehen der Umgebung Wärme, wenn sie trocknen. So wird das Kieselgel zur chemischen Wärmepumpe. Kein Brummen, kein Klappern.

Gemeinsam für eine bessere Welt

Gemeinsam mit 7 Mitstreitern betreibt Julia Römer ihr Unternehmen von Berlin aus. Ein junges Team mit kaufmännischen und technischen Hintergründen.

Die Hersteller des Coolar arbeiten eng zusammen mit „Ärzte ohne Grenzen“ und wünschen sich weitere Unterstützer. Gerade im medizinischen Bereich ist der Coolar eine starke Unterstützung, da ca. 75% aller Medikamente in Entwicklungsländern durch unzureichende Kühlung vernichtet werden (Stand: Juni 2016).

Vor allem soll der neuartige Kühlschrank in Asien und Afrika eingesetzt werden, in strukturschwachen Regionen mit wenig Infrastruktur. Ob nun gar keine Elektrizität oder dauernde Stromausfälle, mit dem Coolar ist all das kein Problem.

In Industrieländern ist er vor allem wegen der Stromersparnis interessant.

Bei all dem braucht der Coolar allerdings eine Abwärmequelle. Dies kann das Warmwasser im Haushalt sein oder eine Solarthermie-Anlage.

Und, ganz wichtig: Der Coolar sieht auch extrem cool aus.

Bild: Produktfoto erbeten bei Coolar selbst

     (5 votes, average: 5,00 out of 5)
 Loading...

Alexander

Controller, Dozent bei AME Fortbildung und Controlling UG (haftungsbeschränkt)
Seit 1998 freier Controller, seit 2010 zusätzlich als Dozent im Rechnungswesen unterwegs. Schreibt über alles Mögliche.
Über Alexander 123 Artikel
Seit 1998 freier Controller, seit 2010 zusätzlich als Dozent im Rechnungswesen unterwegs. Schreibt über alles Mögliche.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


5 − eins =