Sustainability (Nachhaltigkeit) und Fairness – daraus macht einhorn Kondome „Fairstainability“.

Die Hälfte der Gewinne soll in soziale und nachhaltige Projekte investiert werden. Dafür hat das Unternehmen auch den „Entrepreneurs Pledge“ abgegeben.

Bei einhorn werden Kondome vegan hergestellt; es dürfen also keine Tiere verletzt werden.

Malaysisches Unternehmen mit deutschen Ingenieuren

DIE zentrale Anlaufstelle für die Kondomproduktion ist die Firma Richter Rubber in Malaysia. Dort lässt auch einhorn fertigen, aber zu besonderen Bedingungen mit bestimmten Absprachen.

Die Rohstoffe sollen, sauber dokumentiert, sorgfältig ausgewählt werden, damit der Umwelt möglichst wenig Schaden zugefügt wird.

Richter brachte vor einigen Jahren deutsches Know-how nach Malaysia und nutzt dort die niedrigen Löhne, gepaart mit guter Kompetenz der malaysischen Mitarbeiter.

Passenderweise hat einhorn denn auch eine malaysische Internetadresse.

Auch Kondome gehen nachhaltig

Auf meinem Radar tauchte das Unternehmen im Mai 2017 auf, als ich mal wieder nach interessanten Themen recherchierte, insbesondere zum Thema Zusammenarbeit.

Ich dachte, dieses Unternehmen ist ähnlich spannend wie Premium Cola, mit ähnlichen Ideen, und dazu mit einer globalen Ausrichtung. Malaysia ist ja ein Stück weg von Deutschland.

Was ich vorher auch nicht wusste: Kondome sind kompostierbar!

Als ich noch eine junge, aktive männliche Schlampe war, habe ich die Umwelt also nicht nachhaltig belastet. Das finde ich im Nachhinein erfreulich.

Kurze Distanzen: Hier geht’s nicht darum, wer den Längsten hat, sondern den Kürzesten

Auch bei einhorn glaubt das Team offensichtlich an den menschengemachten Klimawandel.

Ob dieser nun wirklich in dieser Form existiert oder nicht, das Einsparen von Ressourcen und das Vermeiden von Müll schaden wohl niemandem. Und bei kurzen Transportwegen wird weniger Dreck in die Luft geblasen.

Deshalb macht es natürlich Sinn, das Produkt gleich dort herzustellen, wo der Rohstoff geerntet wird. Der Kautschuk stammt aus Malaysia, von einer Plantage, die ca. 40 km von der Produktionsstätte entfernt ist.

Fröhliche Pflanzen reinstecken zwischen die Kautschukbäume

Zur Verwirklichung der Biodiversität soll auf der Kautschuk-Plantage nicht eine reine Monokultur wachsen, die den Boden langfristig belastet und das Ökosystem durcheinander bringt, sondern es sollen andere Pflanzen dazwischen.

Auf diese Weise lebt das Ökosystem, und die Tiere aus der Gegend siedeln sich auch wieder an.

Ja, das macht längere Wege und mehr Arbeit. Aber dafür bleibt ein Teil des Planeten am Leben. Fairer Deal?

Fröhliche Mitarbeiter gleiten besser

Fairstainability heißt auch, dass die Mitarbeiter gut behandelt werden, dass sie ordentlich bezahlt werden und wertgeschätzt.

So reisen die Mitarbeiter von einhorn immer wieder nach Malaysia, um gemeinsam mit den Produzenten und den Managements vor Ort für gute Arbeitsbedingungen und gute Stimmung zu sorgen.

Bei einem (noch) kleinen Abnahme-Kontingent ist dies natürlich schwieriger als für ein Großunternehmen, aber die Leitung vor Ort ist wohl recht kooperativ.

Die Mitarbeiter der Kautschuk-Plantage erhielten u.a. eine ausführliche Fortbildung für das Ernten von Kautschuk, damit sie die Bäume nicht zu sehr verletzen. Dafür bekamen sie ein Zertifikat, welches ihre Kompetenz bescheinigt.

Der geneigte Nutzer der Kondome von einhorn kann auf der Website genau erfahren, welcher malaysische Mitarbeiter welchen Arbeitsschritt bei der Herstellung erledigt hat. Man erfährt den Namen und ein klein wenig zum Lebenslauf.

Das macht die Beziehung zum Kondom sehr persönlich.

Fun and Function

In der Schreibe der Website und des Blogs zeigt sich ein intelligenter Humor, der mir persönlich sehr gut gefällt. (Wer so denkt wie ich, muss einfach schlau sein!)

Die Lieferkette wird ebenso transparent dargestellt wie der Herstellungsprozess.

Das Team hat sichtlich Spaß an seinem Unternehmen und den damit verbundenen Projekten.

Der Bezug des Produktes zum Sex wird immer wieder aufgegriffen, ohne dass es präpubertär albern wird.

Von daher: Wenn unser Vorrat aufgebraucht ist, falls mir der Zahn der Zeit meine Hormonquellen nicht endgültig abnagt, werde ich einhorn mal anprobieren.

HAVE FUN!

 

Titelbild: LMoonlight

 

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Alexander

Controller, Dozent bei AME Fortbildung und Controlling UG (haftungsbeschränkt)
Seit 1998 freier Controller, seit 2010 zusätzlich als Dozent im Rechnungswesen unterwegs. Schreibt über alles Mögliche.