Gast-Artikel von Linda von einhorn

Unser Blog hatte vor Kurzem schon einmal über einhorn Kondome berichtet. Hier nun ein Artikel direkt aus dem Unternehmen.

Wir wollen mir einhorn an globalen Herausforderungen arbeiten. 50% unserer Gewinne reinvestieren wir in faire und nachhaltige Projekte. Das bedeutet nicht nur unseren negativen Einfluss zu minimieren, wie zum Beispiel unseren CO2 Fußabdruck gering zu halten.

Sondern auch darin, einen positiven Impact zu schaffen. Entlang unserer Lieferkette gibt es vieeele kleine und große Dinge, die wir angehen können.

Das Produkt kennenlernen

Erstmal mussten wir lernen, was in einem Kondom drinsteckt und wer daran alles arbeitet. Oft kennt man die Anfänge in der Lieferkette gar nicht.

Welche Lieferanten der eigene Zulieferer hat, ist meistens in einer großen Blackbox versteckt. Wir haben die Lieferkette aufgeschlüsselt und geschaut, wo wir anfangen können, denn alles gleichzeitig geht nicht.

Unser Fokus liegt momentan ganz am Anfang – der Kautschukplantage. Bevor ihr nämlich die kleinen einhörner in den Händen halten könnt, haben sie schon einen langen Weg zurückgelegt.

Einhorn-Kondome werden aus Latex hergestellt, der Flüssigkeit unter der Rinde eines Kautschukbaums.

Kautschuk wird zum Großteil in Südostasien angebaut. Malaysia, wo unser Kautschuk und unsere Kondome herkommen, zählt zu den Biodiversitätshotspots der Welt.

Da, wo normalerweise Urwald steht, mit Büschen und Schlangen und Bienchen und Blümchen, reihen sich auf der Kautschukplantage Baum an Baum und dazwischen ist alles weggespritzt.

Anders als für andere Nutzpflanzen gibt es noch keinen ökologisch angebauten Kautschuk, den wir einfach auf dem Weltmarkt einkaufen könnten. Also machen wir es selbst.

Lernen vor Ort, um vor Ort fair und ökologisch wirtschaften zu können

Dazu waren wir insgesamt 7 Monate in Malaysia und haben erstmal alles gelernt und tausend Fragen gestellt, wie das mit dem Kautschukanbau so abläuft. Wann wird gedüngt?

Wie sieht ein normaler Arbeitstag auf der Plantage aus? Was braucht so ein Kautschukbaum alles, um Latex zu produzieren? Wieviel kann er produzieren? Und wieviel schafft ein Arbeiter aus dem Baum zu tappen?

Wir haben im letzten Jahr sehr viel lernen dürfen und nach und nach Vertrauen zu den Menschen aufgebaut.

Gleichberechtigte Zusammenarbeit

Fairstainability bedeutet für uns unter anderem, auf Augenhöhe mit unseren Partnern zu arbeiten.

Ohne den Vertrauensvorsprung des Plantagenbesitzers, uns auf seiner Plantage alles beizubringen und die Arbeiterinnen und Arbeiter und ihre Lebensrealitäten kennenzulernen, hätten wir längst nicht so viele Insights bekommen.

Mehr Ökologie auf eigene Kosten

Auf unserer Fairstainability-Reise in eine bessere Welt konnten wir jetzt erste Erfolge erzielen: Auf der Hälfte der Plantage werden Agrarchemikalien (also Dünger und Herbizide) verzichtet und stattdessen stellt der Plantagenbesitzer auf unsere Kosten eine Person ein, die den Zwischenwuchs zwischen den Bäumen mit einer Maschine abschneidet.

Und wir zahlen den Arbeitern einen Aufpreis gemessen an der Menge, die sie tappen, sodass sie jetzt ca. 15% per Lohn im Monat bekommen.

Wir lernen dazu

Wir wissen nicht, wie es „richtig“ geht und was eigentlich „fair“ bedeutet, aber versuchen es nach und nach für uns herauszufinden.

In Malaysia steht als nächstes an, ein bisschen Leben auf die Plantage zurück zu bringen und andere Pflanzen zu pflanzen. Wenn wir das alles schaffen sind über 90% unserer Kondome nachhaltig.

Dennoch gibt es noch ganz viele Handlungsfelder entlang der Wertschöpfungskette. Zum Beispiel wie eine nachhaltigere Verpackung aussehen kann oder wie wir besserer Transparenz über die gesamte Lieferkette hinkriegen.

Es ist ein ständiger Lernprozess und wir freuen uns auf die weitere Fairstainability-Reise.

 

Die Bilder wurden freundlicherweise von Linda zur Verfügung gestellt.

 

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Linda von Einhorn

Linda von Einhorn

Teammitglied bei einhorn Kondome
Linda tanzt gerne durch die Welt, probiert verschiedenes Essen aus und glaubt an einhörner.
Linda von Einhorn

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