Gast-Artikel von Mike Märzhase

Wie bereits in einem anderen Artikel beschrieben, Zucker kann verheerende Auswirkungen auf manche Menschen haben.

Aber, wenn ein Mensch gerne süßen Geschmack mag, gibt es Alternativen zu Zucker?

Eine Möglichkeit ist natürlich Fruchtzucker, also süßes Obst. Bei verschiedenen Diäten gibt es dazu verschiedene Meinungen, wie schnell und wie viel Fruchtzucker vom Körper in Fett umgewandelt wird.

Bei meinen Recherchen bin ich vor allem auf drei Alternativen zu Zucker gestoßen:

  1. Birkenzucker (Xylitol)
  2. Stevia
  3. Erythrit

Ich betrachte diese drei im Hinblick darauf, woher sie kommen, wie sie gewonnen bzw. hergestellt werden und wie viel Kalorien sie transportieren.

Zucker-Alternative 1: Birkenzucker

Die Bezeichnung „Birkenzucker“ ist nicht ganz korrekt, da der Stoff nur zum Teil aus Birkenholz gewonnen wird; vor allem wird Buchenholz genutzt. Der chemische Stoff, welcher die Süße liefert, ist Xylit. Laut wikipedia ist dies ein Stereoisomer des Zuckeralkohols Pentanpentol.

Manchmal wird auch aus Mais gewonnene Süße als „Birkenzucker“ verkauft, was aber eine andere Chemikalie ist, mit anderen Kaloriengehalten und anderen Wirkungen.

Die Verarbeitung findet nach Angaben eines Händlers vor allem in Finnland statt.

Von der Süßwirkung ist Xylit

Die Kalorien werden bei ca. 240 kcal pro 100 Gramm angegeben.

Zucker-Alternative 2: Stevia

Stevia wurde in unserem Haushalt vor mehreren Jahren eingeführt auf Empfehlung von Warren Barigian.

Es handelt sich um einen Extrakt aus der Stevia-Pflanze, genau gesagt Stevia Rebaudiana Bertoni. Die Süße stammt aus einer Gruppe von Chemikalien, die als Diterpenglykoside bezeichnet werden.

Die Süße soll hunderte Male stärker als die von Zucker sein. Beim eigenen Ausprobieren haben wir dies nicht bemerkt; es schien eher, als bräuchten wir etwa die eineinhalbfache Menge Streu-Stevia wie Zucker, damit das Ergebnis vergleichbar süß schmeckte.

Manche Leute haben behauptet, dass bei der Extraktion der Chemikalie aus der Pflanze verschiedene chemische Sauereien zum Einsatz kommen. Nach anderen Angaben gibt es ein Verfahren, die Chemikalien mit Ultraschall zu extrahieren.

Die Kalorien werden mit ca. 370 kcal je 100 Gramm angegeben. Dazu gibt es Aussagen, dass diese Kalorien vom Körper nicht verwertet werden können und deshalb bei einer Diät nicht gezählt werden müssen. Ob dies wahr ist, können wir an dieser Stelle nicht beurteilen (Stand: September 2017).

Zucker-Alternative 3: Erythrit

Die größte Überraschung bei unseren Recherchen war der Stoff Erythrit.

Ein wirklich süßer Stoff, auf dem bei den Kalorienangaben „null“ steht?

Wirklich, ernsthaft null?

Laut wikipedia handelt es sich um meso-1,2,3,4-Butantetrol, was ein Zuckeralkohol ist.

Erythrit kommt in verschiedenen Lebensmitteln natürlich vor, wird aber in größeren Mengen durch Fermentation hergestellt.

Nach unserem eigenen Ausprobieren ist die Süße von Erythrit etwas stärker als die von Zucker, etwas leichter, aber nachhaltiger; der süße Geschmack ist noch 2 Stunden nach dem Verzehr spürbar.

Die Kalorien werden mit „null“ angegeben.

Fazit zu Zucker-Alternativen

Als Hase ist mein Interesse am Thema rein journalistisch bzw. wissenschaftlich. Für Hasen ist der süße Geschmack abstoßend, jedenfalls alles, was über die minimale Süße von Möhren hinauseht. Aber für Menschen, eine Spezies, die zu schwerwiegenden Fehleinschätzungen neigt, ist süß sehr attraktiv.

Nach unseren bisherigen Erkenntnissen ist die attraktivste Zucker-Alternative das Erythrit.

SWEET DREAMS

 

Titelfoto: thetruthpreneur

 

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Mike Märzhase

Mike Märzhase

Hase und Berater bei AME Fortbildung und Controlling UG (haftungsbeschränkt)
Mike Märzhase ist Hase und Berater. Er ist schwer beeindruckt davon, wie dumm die Menschheit geblieben ist. Am liebsten mag er frische Demeter-Möhren und Basilikum-Blätter.
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