Gast-Beitrag von Till Tauber

Nur wenige Aussteiger entscheiden sich dauerhaft für die Abkehr aus der sogenannten Zivilisation, sehr viele Menschen hingegen spielen mehr oder weniger ernsthaft mit dem Gedanken. Kein Wunder, dass sich längere Individualreisen, Sabbaticals, Survivalkurse und Aussteigerblogs zunehmender Beliebtheit erfreuen.

Eine gute Idee also, sich langsam an das Thema Aussteigen heranzuwagen und das Aussteigen für einen kürzeren oder auch ausgedehnteren Aufenthalt im Detail kennenzulernen.

Ein schönes Fleckchen Erde für Rückzug

Und wo lebt es sich zum Beispiel in Deutschland noch recht abgeschieden und ursprünglich? Wo finden sich günstige und naturbelassene Grundstücke zur Selbstversorgung und/oder Tierhaltung?

Genau: Im Harz! Auch kann man das Aussteigerleben im Harz aus unterschiedlichen Perspektiven kennenlernen. Wie genau, erfahrt Ihr im Folgenden.

Vorbereitung auf das Aussteigen im Harz

So vielfältig die Gründe und Erwartung an das Auswandern für jeden einzelnen sein mögen, so unterschiedlich sind die persönlichen wie regionalen Ziele.

Allen gemeinsam ist der Wunsch nach mehr Freiheit und Selbstbestimmtheit, was mit Sicherheit eine lange und gründliche Vorbereitung im Hinblick auf das Aussteigen erfordert sowie die entsprechende Persönlichkeit.

Geht es in ein anderes Land, auf einen anderen Kontinent in eine andere Klimazone – vielleicht ohne stets geregelte Strom- und Wasserversorgung -, ist es klug, so autark und selbstständig wie möglich leben zu können.

Eine nicht allzu schlechte Vorbereitung darauf stellen Survival- oder Bushcraftkurse im Harz dar. Bei diesen lernt man, wie man sich im Wald eine Unterkunft baut, Feuer macht und auch das Winter-Survival übersteht, was für das Aussteigen in nördliche Breitengrade interessant sein mag.

Hinzu kommt, dass es im Harz durchaus sehr abgelegene Strecken und Orte jenseits der bekannten Touristenpfade gibt, was ihn für Aussteiger auf Probe recht attraktiv macht.

Kurzzeitiges Aussteigen hat den Vorteil, dass die Hürden wie Krankenversicherung und co. sich in Grenzen halten, denn nicht nur Deutschland „erfreut“ sich einer lebendigen und aktiven Bürokratie.

Was macht den Harz für Aussteiger interessant?

Oder auch: Welche Eigenschaften soll mein Aussteigerziel haben? Jeder, der sich ernsthaft mit dem Aussteigen befasst hat, weiß zumindest oberflächlich, was sein Wunsch ist: Ein dauerhaftes Leben in der reichen Natur Südostasiens, Abkehr von dem Lärm, der Reizüberflutung und den beengten Lebensverhältnissen in Großstädten oder vielleicht eine längere Reise in nordische Länder:

Nicht bekannt, (noch) nicht beliebt, aber lohnend

So vielfältig wie die Aussteigerdestinationen, sind die Menschen mit ihren Motiven für einen dauerhaften Wohnortwechsel. Wenn man die Holzhäuser und die Natur in Norwegen oder Finnland mag, ist eine Auszeit im Harz eine gute Idee. Stille, Natur und Ursprünglichkeit bietet der Harz, der oft ganz anders ist und wesentlich vielfältiger, als erwartet.

Beizeiten sogar so unbeliebt, dass viele ihn gar nicht wirklich auf dem Schirm haben. Ein bisschen rauer als im Harzvorland geht es im Oberharz zu, in dem der Winter gerne mal ein halbes Jahr dauert.

Nicht einfach also für Selbstversorger und für die Pflanzen, jedoch durchaus interessant sind die Höhenlagen und der stetige Nebel. Dieses Klima stellt besondere Ansprüche an den Anbau, sollte man sich selbst mit Obst und Gemüse versorgen wollen.

Rückzugsmöglichkeit und doch gut angebunden

Abgelegene Grundstücke mit Nutzfläche hingegen sind oft sehr günstig zu haben, da die Harzer Bevölkerung im Mittel arg schrumpft. Gleiches gilt für Blockhütten oder Häuser im Wald.

Erstaunlicherweise kommen fast jede Woche Anfragen nach Hütten in der Natur als Zweitwohnsitz oder zur dauerhaften Nutzung von Menschen, die sich ein Aussteigerdasein auf Zeit wünschen.

Die unmittelbare Nähe zu Städten wie Hannover, Braunschweig oder Göttingen ist, verglichen etwa mit einem Aussteigerleben in Nordschweden, ist für kurzfristig entschlossene Wohnortwechsler ein klarer Pluspunkt.

Oft hört man von Aussteigern aus Nordeuropa, dass sie die Stille über Monate hinweg nicht ausgehalten haben – nicht alle bleiben, viele kommen zurück. Mit einer kurzen Zeit des Aussteigens im Harz wäre dies vielleicht nicht passiert!

 

Titelfoto: sl-fotografie

 

Die Bilder im Artikel sind von Lisa Böhnemann. die den Blog Harz-Region betreibt.

 

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Till Tauber

Bewerbungsschreiber bei tt-Bewerbungsservice
Till Tauber ist ein erfahrener Ghostwriter, der sich auf Bewerbungen spezialisiert hat. Seit vielen Jahren hilft er Bewerberinnen und Bewerber mit seinem TT Bewerbungsservice. Als Diplom-Ingenieur und Master of Business Administration deckt er einen sehr breiten Bereich an Berufen ab und erstellt auch englischsprachige Bewerbungen im Kundenauftrag.

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