Alternative zum PKW: Der Microlino

Der Hinweis auf dieses neue Fortbewegungsmittel kam von PR-Profi Maurice Morell. Merci, Maurice!

Für kurze Strecken in der Stadt, ressourcenschonend und nicht teuer: Der Microlino bietet sehr gute Stadtmobilität für wenig Geld.

Warum dauernd ein hohes Gewicht und 2 bis 3 leere Sitze umherfahren? Mit viel zu viel PS, die im Stadtverkehr, zumindest in Deutschland, sowieso die meiste Zeit im Stau stehen, mit einem Volumen, für das man kaum eine Parklücke findet?

Schon deshalb sind kleine Autos „im Trend“ (Stand: März 2017).

Aus der wundervollen Schweiz, aus jenem geschichtsträchtigen Ort Küssnacht, wo Wilhelm Tell den Landvogt Gessler aus dem Weg räumte, kommt nun ein hübsches kleines Fahrzeug, das auf den Stadtverkehr optimiert ist, raumsparend, leicht, und mit Elektroantrieb: Der Microlino.

(Ich bin im November im Zug von Basel nach Lugano an Küssnacht vorbeigefahren. Die Schönheit der Landschaft ist überwältigend.)

Die physische Herstellung erfolgt beim Elektroauto-Produzenten Tazzari in Imola in der Nähe von Bologna, Italien.

Produkt-Info zum Microlino

Der Microlino kommt mit zwei Sitzplätzen. Er wiegt leer nur 450 kg. Mit einer Aufladung schafft er 120 km Strecke, und er erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h. Der Motor hat 15 kW.

Die Aufladung kann aus einer Steckdose im Haushalt erfolgen!

 Da er nur 2,40 m lang ist, kann man ihn ebenso gut querparken wie einen Smart. Und gleich durch die Fronttür aussteigen.

Auf den ersten Blick dachte ich, der Microlino sei aus Kunststoff. Die Karosserie wurde aber liebevoll aus Metall gefertigt. Die Serienfahrzeuge wiederum sollen aus Kunststoff hergestellt werden.

Der Plan (Stand: März 2017) ist, dass der Microlino ca. 12.000,00 EUR kosten wird. Zwischen PKW und Motorrad.

Entwicklung des Microlino

Vorbild für den Microlino war die gute alte Isetta von 1950. Von dieser übernahm der Microlino vor allem die  Front-Tür.

Es wurden erste Design-Studien durchgeführt. In Zusammenarbeit mit der ZHAW und anderen wurde u.a. eine alte Isetta auf Elektromotor umgebaut.

Ein Prototyp wurde gebaut und getestet. Bei der Begeisterung der Testfahrer und Zuschauer war klar: Dieses Auto muss in Serie gehen!

Im März 2016 wurde der Prototyp im Genfer Autosalon präsentiert. Innerhalb einer Woche gingen über 500 Reservierungen ein, im Laufe des Jahres 2016 insgesamt über 2.600 Reservierungen.

Im Herbst 2016 gewann der Microlino den Automotive Brand Contest in der Kategorie „Future Mobility Concept“. Gelobt wurde vor allem die ressourcenschonende Bauweise.

Die Produktion der reservierten Microlinos soll Ende 2017 starten, nach anderen Quellen Anfang 2018.

 Der Pionier der urbanen Mobilität

Wim Ouboter hatte bereits das Kickboard und den Microscooter erfunden, mit denen man sich schnell durch das Stadtgewimmel bewegen kann.

Nun kam er auf das Konzept eines kleinen, leichten Stadt-Autos.

Städter fahren ohnehin meist kurze Strecken, und zu schnell ist in der Stadt nicht erlaubt.

So war es naheliegend, einen Kleinstwagen wie den Microlino zu produzieren.

Fazit zum Microlino

Der Microlino denkt das Konzept des Kleinwagens für den Stadtverkehr konsequent weiter.

Das Fahrzeug ist hübsch und handlich und bietet das, was man im Stadtverkehr braucht. Mittelgroße Einkäufe kann man damit auch transportieren.

Ich verfüge selbst über keine Fahr-Erfahrung mit dem Microlino, aber die Berichte klingen sehr begeistert.

Ich wünsche dem Microlino alles Gute.

HAPPY DRIVING!

Die Produktfotos wurden freundlicherweise von Microlino selbst zur Verfügung gestellt.

Die Luftaufnahme der Zentralschweiz stammt von harubaba.

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Alexander

Controller, Dozent bei AME Fortbildung und Controlling UG (haftungsbeschränkt)
Seit 1998 freier Controller, seit 2010 zusätzlich als Dozent im Rechnungswesen unterwegs. Schreibt über alles Mögliche.
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