Alternativ wohnen: Der Mini-Caravan

Eine Möglichkeit, auf kleinstem Raum zu übernachten: Der Mini-Caravan.

Eine alte Idee, die bereits erfolgreich auf dem Markt war, erlebt derzeit (Stand: September 2015) eine Renaissance: Der Mini-Caravan oder Teardrop-Wohnwagen.

Bewährtes Erfolgsmodell

Die Idee des Kleinst-Wohnwagens ist nicht neu. Bereits in den 1930er Jahren waren die sogenannten Teardrop-Caravans sehr populär in den USA. Dort wurden sie zumeist nach öffentlich zugänglichen Plänen aus Sperrholzplatten selbst gebaut.

Der Name „Teardrop“ leitet sich ab aus der tropfenähnichen Form der kleinen Caravans.

Mini-Caravans in der DDR

Wer die DDR noch mitbekommen hat, kennt vielleicht die ostdeutsche Version der Mini-Wohnwagen:

Der bekannte LC9-200 des Herstellers Weferlinger Heimstolz. Er war 2×3 Meter groß und kam mit einem Vorzelt, welches den Wohnraum knapp verdoppelte. Er war zudem der einzige Wohnwagen, den ein Trabant damals ziehen konnte. Über die Jahre hat er sich zu einem Kultobjekt entwickelt, ähnlich wie der Trabbi selbst.

Vielleicht erinnern Sie auch das Kleine Dübener Ei, den Eriba Puck oder den QEK Junior. Diese Kleinwohnwagen sind genetische Vorfahren der heutigen Wohnwagen und Wohnmobile, die deutlich größer sind und mehr Komfort bieten.

Beliebtheit und Nutzen

Aber die großen Vehikel sind nicht für jeden. So erleben die Tropfen-Caravans ein Comeback und werden auf immer mehr Campingplätzen gesichtet. Was niemanden wundert, denn die Mini-Caravans bieten eine Menge Vorteile:

  • Sie sind preisgünstig, weitgehend unter 10.000,00 EUR, teilweise sogar unter 5.000,00
  • Auch kleine und PS-schwache PKW können die kleinen leichten Anhänger ziehen
  • Mini-Caravans lassen sich auch in kleinen Stauräumen unterbringen
  • Mini-Caravans sind leicht manövrierbar
  • Wegen des geringen Gewichtes braucht der Besitzer nicht einmal einen Extra-Fahrkurs, um diese kleinen Anhänger ziehen zu dürfen
  • Die Aerodynamik der Tropfenform sorgt für einen geringeren Benzinverbrauch als bei großen Wohnwagen
  • Wartung und Reparaturen sind sehr viel günstiger als bei größeren Wohnwagen oder gar Wohnmobilen

Eine der Anlaufstellen: PROCAMP

Ein Hersteller der Mini-Caravans ist das slowakische Unternehmen PROCAMP.
PROCAMP legt besonderen Wert auf eine Produktion, die „Eco friendly“ ist. Die Mini-Caravans werden aus Recyclingmaterialien hergestellt, um die Natur zu schützen, die eine der Hauptgründe für Camping ist.

Dauerhaft wohnen im Mini-Caravan?

Wie bereits im Artikel über den Wohnwagon beschrieben, derzeit (Stand: September 2015) ist es in Deutschland nicht ohne weiteres erlaubt, in einem Wohnwagen dauerhaft zu wohnen.

Nach vagen Auskünften aus verschiedensten Foren gibt es Möglichkeiten, eine solche Lebensweise legal oder zumindest geduldet umzusetzen. Vielleicht kann jemand eindeutige Infos in den Kommentaren hinterlassen?

Ausführlicheres

Ein sehr hochwertiger ausführlicher Artikel zum Thema mit präziseren Infos zu gesetzlichen Hintergründen, Preisen und Modell-Vergleichen findet sich auf der Seite „Camping-Toilette“.

Die Bilder wurden freundlicherweise von der Firma PROCAMP zur Verfügung gestellt.

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Alexander

Controller, Dozent bei AME Fortbildung und Controlling UG (haftungsbeschränkt)
Seit 1998 freier Controller, seit 2010 zusätzlich als Dozent im Rechnungswesen unterwegs. Schreibt über alles Mögliche.
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